| 1417 |
Niklaus wird als Sohn des Bauern Heinrich von Flüe und der Hemma Ruobert im Flüeli bei Sachseln geboren und in Kerns getauft. |
| 1431 |
Niklaus ist stimmfähig und kann an der Landsgemeinde teilnehmen. |
| 1446 |
Niklaus heiratet Dorothea Wyss. Der Ehe entspriessen fünf Söhne und fünf Töchter. |
| 1455 |
Niklaus steht in wichtigen öffentlichen Ämtern: Richter, Ratsherr, Rottmeister. Das Amt des Landammanns lehnt er ab. |
| 1467 |
Niklaus verlässt am Gallustag (16. Oktober) Familie und Hof und zieht als Büsser in die Fremde: zuerst bis Liestal, dann auf die Alp Chlisterli im Melchtal. Schliesslich lässt er sich im Ranft als Einsiedler nieder. |
| 1468 |
Die Landsleute helfen ihm beim Bau der Zelle und der Kapelle im Ranft. |
| 1469 |
Weihbischof Thomas von Konstanz kommt zur Einweihung der Kapelle und prüft das Wunderfasten des Einsiedlers. Bruder Klaus, wie er sich als Einsiedler nennt, wird von vielen Leuten aus allen Ständen aufgesucht und um Rat gebeten. Er vermittelt in Streitsachen und mahnt zum Frieden. |
| 1481 |
[18-22. Dezember] Die eidgenössische Tagsatzung in Stans droht am Konflikt zwischen Stadt und Land zu scheitern. Durch Pfarrer Heimo Amgrund von Stans erhält die Tagsatzung von Bruder Klaus eine Mahnung zum Frieden. Der Streit wird geschlichtet, Solothurn und Freiburg werden als neue Mitglieder in den Bund aufgenommen. |
| 1482 |
Bruder Klaus stiftet für die Kapelle im Ranft eine Pfründe und erhält einen eigenen Kaplan. |
| 1487 |
Am 21. März (St. Benedikt) stirbt Bruder Klaus nach hartem Todeskampf auf dem Boden seiner Zelle. Er wird in der Kirche Sachseln beigesetzt. In Augsburg erscheint das erste gedruckte und illustrierte Buch über Bruder Klaus (Pilgertraktat). |
| 1488 |
Im Kirchenbuch von Sachseln werden die Zeugenaussagen über Bruder Klaus niedergeschrieben. |
| 1492 |
Auf dem Flügelaltar der Kirche Sachseln wird lebensgross das Bild von Bruder Klaus gemalt. Der Pilgerstrom zum Grab von Bruder Klaus wächst. |
| 1501 |
Heinrich Wölfin, Chorherr und Humanist in Bern, erstellt im Auftrag der Obwaldner Regierung die offizielle Biografie über Bruder Klaus. |
| 1570 |
Carlo Borromeo, Bischof von Mailand, besucht auf seiner Visitationsreise durch die katholischen Kantone der Schweiz das Grab von Bruder Klaus und empfiehlt dem Volk die Verehrung dieses Gottesfreundes und Friedenstifters. |
| 1585 |
Eine offizielle Gesandtschaft aus den reformierten Kantonen Zürich, Bern, Basel und Schaffhausen besucht die historischen Stätten von Bruder Klaus. |
| 1649 |
Die kirchliche Verehrung von Bruder Klaus wird für den Bereich der Diözese Konstanz gestattet. |
| 1679 |
Das Grab von Bruder Klaus wird in die neue, vergrösserte Pfarrkirche verlegt. |
| 1947 |
[15. Mai, Christi Himmelfahrt] Bruder Klaus wird von Papst Pius XII. heiliggesprochen. |