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Bruder Klaus wurde im Schiff der mittelalterlichen Kirche, deren Achse quer zur heutigen mitten durch den Chor verlief, vorne rechts begraben. Eine Sandsteinplatte mit seinem Abbild deckte das Erdgrab. Im Jahre 1518 wurden die Gebeine an der gleichen Stelle in einer erhöhten Steintumba beigesetzt. Dadurch wurde das Bruder-Klausen-Grab zu einem religiösen Monument, zu einer Wallfahrtsstätte. Die frühere Grabplatte musste dem neuen Eichensarg als Unterlage dienen; ihre abgeschliffene Skulptur ist heute kaum mehr erkennbar. Im Jahre 1600 entstand durch einen Kapellenanbau ein freier Raum um die Tumba, der nach der Übertragung der Reliquien in die neue Kirche 1679 zu einer selbständigen Kapelle gemacht wurde. Ein später angebautes Beinhaus wurde 1878 mit der Grabkapelle zum heutigen Raum verschmolzen.
Zur Gestaltung des Innern seit 1977: Vorne links ist der Bezirk des alten Grabes mit der Tumba von 1518, die wegen des erhöhten Bodenniveaus wie versenkt erscheint. Als Altar dient die Tumba, die 1679 - 1934 in der Kirche stand. An der Ostwand hängt ein wertvoller gotischer Kruzifixus aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, wahrscheinlich das Chorbogenkreuz der alten Kirche. Aus dem 19. Jahrhundert ist ein Bruder-Klausen-Zyklus von Louis Niederberger angebracht. Die Votivbilder (gemalte Dankgebete) und die vielen silbernen Votivgaben sind Zeugen der Volksfrömmigkeit und der Wallfahrt zum Grab.
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